Bitte mehr Gebühren

Dienstag, 10.04.2012, 11:16 | 20Minuten, Computer, Internet, Politik | Armin

Die Grünen haben eine Downloadgebühr vorgeschlagen.
Diese soll anhand der Internetbandbreite oder des gebrauchten Datenvolumens vom Provider erhoben werden. Das Geld soll dann an die SUISA gehen und von dort aus an die Künstler.
Wie die SUISA die “entlöhnten” Künstler auswählen soll, steht wohl in den Sternen. Verlaufen Gratisdownloads proportional zu CD verkäufen?

Aber abgesehen davon, wie der Ablauf genau sein und funktionieren soll, sehe ich noch ein oder zwei Probleme:
Wenn ich online Musik kaufe, z.B. im iTunes Store oder bei Amazon. Und ich lade diese runter, zahle ich Uhrheberrechtsgebühren:
1. für das Lied (inkl. SUISA-Gebühren natürlich)
2. für die Datenmenge (weil ich ja das Lied runterlade)
3. für den Datenträger, falls ich das Lied z.B. auf CD brenne (denn dort ist auch eine Abgabe im Preis drin…)
4. für den MP3 Player (in dessen Preis (oha Genitiv) ebenfalls schon eine Gebühr drin ist)

Wenn ich aber über ein öffentliches Netz (z.B. statt Luzern oder die nette technisch unversierte Grossmutter von nebenan) die Musik aus nicht offiziellen Kanälen beziehe:
- Zahle ich nichts für das Lied
- Zahlen andere für die Datenmenge

Wir könnten ja auch Abfallgebühren berechnen, je nachdem vor wessen Haus der Sack steht… Der Müllmann führt dann eine Liste und legt Rechnungen in die Briefkästen… (Gäbe allerdings interessante Bilder am Morgen bevor der Müllwagen kommt…)

Oder, ähnlich der Berechnung nach Datenrate, könnten wir auch die Müllgebühr anhand der Fassadenbreite berechnen. Denn, wer mehr Platz hat, stellt sicher auch mehr Müllsäcke raus…

Offene Botschaft:

Liebe Grüne,
Nein!
Freundliche Grüsse
Armin

Die Deutsche Bahn

Donnerstag, 22.03.2012, 15:57 | Verkehr | Armin

Ich war gestern in Frankfurt, dorthin kam ich mit dem ICE, das war auch ziemlich angenehm.
Schön finde ich die live vom Lokführer gesprochenen durchsagen, die sogar sehr gut hör- und verstehbar waren.
Einzig die Englische Durchsage kurz vor einer Station hat mich zum lachen gebracht: “Thank you for choosing the DOITSCHE BAHN!”

Sicherheit im Machtvakuum

Freitag, 16.03.2012, 16:18 | Boulevard, Menschen, Urlaub | Armin

Ich bin wieder da!
Es tut mir leid, ich war lange abstinent, aber nachdem die ONZ eingestellt wurde, muss ich natürlich das im nidwaldner Pressebereich entstandene Machtvakuum füllen.

Kürzlich war ich in einem schwedischen Möbelhaus. Dort traf ich auf folgendes Gestell:
Mehr Sicherheit zu Hause

Interessant wäre, was in Schweden typische Aktivitäten zu Hause sind… Evt. ist dies auch durch eine Eingabe des IKEA Holland entstanden, die sind ja bekanntlich im Wohnwagen zu Hause…
Oder der Mann markiert sich bei Hausarbeiten mit der Leuchtweste, damit seine Frau auch sieht, dass er arbeitet…
Vielleicht ist es auch praktisch sich zu Hause kenntlich zu machen, damit eventuelle Einbrecher von weitem sehen, dass hier jemand anwesend ist, allerdings gibt es dabei auch den Umkehreffekt, denn so sehen die Einbrecher auch besser, wenn niemand anwesend ist.

Übrigens eignet sich die Weste auch für weniger Sicherheit im Ausland, denn so markierte Schweizer werden von potentiellen Entführern einfacher gefunden. Muss sich ja anscheinend lohnen, so eine Entführung. Kann ja auch niemand wissen, dass man als westlich aussehender Mensch in Talibangebieten als wandelnde Schatztruhe gesehen wird.
Vorsicht geboten ist auch bei plötzlichen Geschenken von ungeliebten Bekannten, es könnte ja ein Reisegutschein in pakistanische Talibangebiete sein.
Wer wirklich auf Abenteuerurlaub steht, sollte Drogen schmuggeln. In Singapur oder China…

Vielleicht wird es als nächstes zum Sport, mit gemieteten Luxusjachten in den Golf von Aden zu fahren und den netten Piraten mit einer Schweizerfahne zu winken.

Man sollte ja keine Witze machen, aber …

Sonntag, 08.01.2012, 20:16 | Boulevard, Verkehr, vom Ivo | Ivo

Frisch von eurer Lieblings-Gaffer-Website:

Der junge Mann war am Morgen früh von Lindenholz auf der Lindenstrasse in Richtung Linden unterwegs. In einer Rechtskurve […] kam das Fahrzeug von der Fahrbahn ab und prallte in einen allein stehenden Baum [...]

Lasst mich raten … es war eine Linde?

Das Sommerloch

Dienstag, 09.08.2011, 10:10 | Boulevard, Politik | Armin

Die Börsenkurse sinken, die Temperaturen sinken (meistens) und was am meisten sinkt ist mein Interesse an den Tageszeitungen.
Geschätzte Newsmacher, ich weiss, dass der Franken stark ist, ich weiss, dass der Bundesrat nichts dagegen macht, was soll er auch und ich weiss auch, dass der Euro und der Dollar immer billiger wird, dass die USA von einer von drei grossen Ratingagenturen von AAA auf AA runtergestuft wurde.
Das muss jetzt wirklich nicht jeden Morgen wieder auf allen Titelseiten stehen.
Übrigens, bei 2 von 3 grossen Ratingagenturen sind die USA als “AAA”-eingestuft und auch ein AA Rating ist nicht wirklich schlecht, schliesslich gehen die Ratings bis CCC oder so. Der wahre Witz ist eigentlich, dass eine Organisation die 16 Billionen Dollar Schulden hat, überhaupt je ein AAA Rating hatte. Wenn ich das richtig verstehe, soll ja das Rating die Chance zeigen, die besteht, sein in diese Organisation investiertes Geld wieder zurück bekommen. Diese Chance ist doch eigentlich nur bei einer Organisation hoch, die einen ausgeglichenen Finanzhaushalt hat.
ABER: Die USA hat dies schon seit Ewigkeiten nicht. z.B. zeigt uns ein Artikel von 2006, dass dank ausserordentlich hohen Steuereinnahmen (11% mehr als erwartet) das Defizit veringert werden konnte. Dies bezieht sich jedoch nur auf das jährlich zum Schuldenberg hinzukommende Defizit. Die gesamten Steuereinnahmen von ca. 2.2 Billionen Dollar reichen also nicht um die Ausgaben zu decken. Die Gesamtschulden wachsen weiter und trotzdem soll die Chance sehr hoch sein, dass man investiertes Geld wieder sieht?
Die Gesamtverschuldung beträgt ca. 8 Jahre Steuereinnahmen und das soll ein AAA-Rating wert sein?
Also, wenn ich jetzt eine Firma habe, die Schulden in Höhe der 8-fachen Jahresumsätze hat, kann ich trotzdem ein AAA-Rating haben, wenn ich genug Deppen finde, die mir Geld geben? Was ist, wenn mir die Deppen plötzlich kein Geld mehr geben? Was ist, wenn sich die Chinesen entschliessen, nicht mehr in den Dollar zu investieren? Schliesslich ist es ja in so einer überschuldeten Situation nur möglich die Schulden durch neue Schulden zu bezahlen.
Aber das funktioniert ja für die Bürger der USA auch so ähnlich. Wenn die Kreditkarte völlig überzogen ist, holt man sich eine neue, um die Zinsen der alten zu bezahlen.
Aber was solls, sie müssen ja nur 8 Jahre lang nichts ausgeben…

Aber ich schweife ab, was ich ja eigentlich sagen wollte, dass es um die USA, den Dollar, den Euro, Griechenland, Spanien, Irland beschissen steht, ist uns allen inzwischen klar.
Dann könnten sich doch die gängigen Newsportale anstatt Aktienkurse im Live Ticker zu erzählen, auf richtige News (Das Wort News kommt wohl von New und nicht von Old) konzentrieren und uns z.B. Mehr von den Massakern an Demonstranten in Syrien, oder dem Bürgerkrieg in Libyen, aber damit kann man ja niemandem mehr Angst machen. Lieber wieder eine Krise herbeireden, bis die Konsumenten aus Angst vor Geldknappheit nicht mehr konsumieren wollen und dann wirklich eine Krise entsteht.
Bravo!