Archive for the 'Gesellschaft' Category

Ich höre nichts

Montag, 26.09.2016, 21:58 | Gesellschaft, Gesundheit, Ivo im Zivildienst, Werbung | Ivo

Hör auf deinen Bauch

Alle wollen was von mir

Montag, 30.03.2015, 15:26 | Armin, Gesellschaft, Werbung | Armin

SPAM-Mails sind wir uns ja gewohnt, auch wenn gewisse Studien von einer Abnahme gegenüber den Vorjahren sprechen.
Häufig werden diese Emails auch immer besser gemacht und es benötigt manchmal zwei oder drei Blicke und ein wenig gesunden Menschenverstand, um die Fälschungen zu erkennen.

Aber dieses Mail hier, hat es ein wenig zu sehr versucht:
iTunes als Absender, mit Cembra Email und Zalandobetreff

Obwohl sich da ein ganz neues Geschäftsfeld öffnet, schliesslich könnten Kleinkreditler (in diesem Fall Cembra) direkt mit Zalando zusammenspannen und die Bestellung finanzieren, falls man sonst nicht genug Geld zum bestellen hat.
Natürlich könnte man dies auch im App Store integrieren, weshalb die Email von iTunes kommt.

Und so geht alles einfacher. Ich würde das dann “EinKlickKonsumKredit” nennen, patentieren lassen und auf den Buckeln von allen, die gerne Geld ausgeben, das sie nicht haben, Milliarden verdienen.

Tja, kein Gewissen müsste man haben…

Bratwürste fürs Volk

Mittwoch, 31.07.2013, 23:50 | Gesellschaft, Gesetzesanpassungen, Politik | Armin

Ladenöffnungszeiten und Bratwürste hängen nur entfernt zusammen. Trotzdem sind Bratwürste momentan ein populäres Politikplakatmotto, nicht weil es zu viele Würste in der Politik gäbe (ja, der war billig…), nein, sondern weil ein Tankstellenshop zwischen 01.00 und 05.00 Uhr nur Reisebedarf verkaufen darf.
Natürlich fällt eine Bratwurst nicht unter Reisebedarf, weil sie schliesslich nicht im Verkaufszustand gegessen werden kann (oder eher sollte). Hingegen eine Servela (oder gemäss Duden auch: Zervelatwurst) kann man sofort essen und somit auch für eine Reise brauchen.
Damit wir also Bratwürste auch Nachts kaufen können, benötigen wir entweder serienmässige Grills (nicht Kühlergrills) in sämtlichen Autos, oder eine Arbeitsgesetzänderung.
Lustigerweise betrifft dies nur 24 Shops im ganzen Land und trotzdem ist das anscheinend so wichtig, dass wir nicht nur darüber abstimmen müssen, nein, es ist auch eine mittlere Plakatkampagne wert.
Ganz ehrlich, ich habe mich noch nie darüber geärgert, morgens um 03.00 Uhr keine Bratwurst kaufen zu können… Aber vielleicht wäre das etwas für die vielen Selectaautomaten… Dort könnte man ja gleich ein Bratwurst mit Senf Combopaket einführen, mit einer Grillöffnung direkt am Automaten…
Der grösste Witz am ganzen ist, dass die Gegner der Wurstliberalisierung über 85000 Unterschriften gesammelt haben, zum Schutz der Arbeitnehmer dieser 24 Shops, die ja sowieso geöffnet haben. Das wäre also bisher der ideale Arbeitsplatz für einen Bratwurst- (aber nicht Servela-) Allergiker…

Noch besser finde ich das Unia-Plakat zur 12 zu 1 Initiative, von weitem sieht man nur zwei Hamburger, einer 12 mal so gross wie der andere. Uber Lohn denke ich da nicht nach, was mir in den Sinn kommt ist Hunger!
Abgesehen davon finde ich es interessant, in welche Richtung die Abstimmungen momentan gehen. Die Abzockerinitiative sowie die 12:1 Initiative helfen nicht den wenig verdienenden, sie beschneiden die viel verdienenden. Ich persönlich gehe nicht davon aus, dass ein Firmenchef entscheidet den Lohn der Putzfrau oder des Verkäufers auf einen Zwölftel seines eigenen anzuheben, nein viel eher wird er seinen Lohn beschneiden und einen anderen Weg finden, sich den Rest auszahlen zu lassen… Gerade die grösseren Konzerne, wie Banken oder Pharmafirmen waren und bleiben da ziemlich kreativ. Schon mir fallen einige Wege ein, das ganze zu umgehen. z.B. könnte eine Grossbank ihren CEO mit einem Vertrag im Ausland anstellen, oder eine Tochterfirma für die hohen Löhne gründen, vermutlich gibt es noch viel mehr Möglichkeiten via Beraterhonorar, Boni und was weiss ich alles.
Was ich mit dem ganzen sagen will: Liebe Unterstützer dieses Unterfangens, konzentriert euch lieber darauf, denen zu helfen, die wenig haben, als den anderen etwas wegnehmen zu wollen.
(Achtung: Ich will nicht sagen, dass Lohnverhältnisse von 200:1 und ähnlichen Ausmassen total sinnvoll sind, aber sind wir ehrlich, wer würde zu viel Geld nein sagen? Man kann es ja immer noch schlau einsetzen. (siehe z.B. Bill & Melinda Gates Foundation)

Ich wünsche allen einen schönen Nationalfeiertag.

Blogeinträgin

Samstag, 05.06.2010, 12:35 | Boulevard, Gesellschaft, Sprache | Armin

Nachdem ich mich doch schon einmal (vor langer langer Zeit) über den sprachlichen Feminismus lustig gemacht hatte, kommt doch tatsächlich von der Stadt Bern eine tolle Nachricht!
Quelle: Blick
Eine Arbeitsgruppe zur Gleichstellung von Frau und Man hat nämlich einige sprachliche Änderungen erarbeitet.
Ein gutes Beispiel: Das Wort Fussgängerstreifen ist diskriminierend, denn:

«Mit dem Wort Fussgängerstreifen sind nur die Männer gemeint», sagt Nadine Wenger, Projektmitarbeiterin bei der Fachstelle für die Gleichstellung von Frau und Mann in Bern.

Liebe Frau Wenger, ich kann Ihnen versichern, mit dem Wort Fussgängerstreifen sind in den allermeisten Fällen nur die Stellen einer Strasse gemeint, die speziell markiert wurden, um Fussgängern beim allfälligen Überqueren den Vortritt zu gewähren.

­Zebrastreifen dagegen sei ein neutraler Begriff.

Allerdings werden damit nicht nur die nicht-Zebras diskriminiert sondern wird auch nur sehr selten ein Zebra an dieser Stelle die Strasse überqueren.
Ausserdem müsste es feministisch korrekt natürlich ZebraInnenstreifen heissen.

Abgesehen davon dass der Artikel (und auch die Artikelin), der jeweils vor einem Substantiv (Nomen (Für Primarschüler: Braun anmalen)) steht, nur den Genus bezeichnet und somit mit Männern und Frauen nichts zu tun hat (und auch nicht haben will), muss man auch bei aller Feminismusbegeisterung irgendwo die Grenze ziehen, bevor es ins lächerliche abdriftet. Schliesslich soll es ja der Sache nützen. Aber vielleicht haben die bösen Bosse, die den Frauen nicht gleich viel zahlen, wie den Mannen einfach bei den Löhninnenschreiben den Verstand verloren, womit natürlich die sprachliche Emanzipation eher schädlich wird…

Unten am Artikel hat es übrigens eine kleine Beispielliste von diskriminierenden Worten. Ganz schön finde ich, dass anstatt Mutter oder Vater ab jetzt “Das Elter” gesagt werden soll, ein Wort das mir ausserhalb von Zwitter-single-Vaterschaften bei Tierchen, doch noch nie begegnet ist.
Da stelle ich mir gerne die Szene auf dem Jugendamt vor: “Und, wie fühlen Sie sich? Sie sind ja schon seit einem Jahr Elter!” – “Was wotsch? Ich bi nid elter! Ich bi no ganz jung, wotsch frässeschräg?”

Auch bei Mannschaft ist mir die unterschwellige Sexualisierung noch nie aufgefallen… Schade bin ich nicht in dieser Arbeitsgruppe, sonst hätte ich für das Wort Frauanschafft plädiert…
Arztpraxis kam mir schon immer ein wenig diskriminierend vor, denn das Wort muss extrem männlich sein (Die Arztpraxis), schliesslich drängt es sich einem sofort auf, dass man die Praxis einer Ärztin Ärztinpraxis nennen könnte… abgesehen davon geht niemand in eine Arztpraxis und auch nicht in die geschlechterneutrale Praxis für Allgemeinmedizin, sondern es gehen alle nur “zum Dokter” (und auch die, die einen weiblichen Arzt haben, sagen nicht: “Ich gah zu dä doktorin.” (Ja gut, kommt natürlich darauf an, wie sehr die Feminisierung des Geistes bereits abgeschlossen ist.))

Und ganz wichtig: Statt Lehrerzimmer heisst der Ort jetzt Pausenzimmer, wehe wenn dort jetzt noch einer Arbeitet… Man könnte es ja auch Drogenzimmer nennen….
Da fällt mir ein, gibt es eine geschlecherneutrale Bezeichnung für den Swingerclub?

Allerdings muss man der Stadt Bern auch etwas zu Gute halten. Anscheinend sind alle wirklich wichtigen Probleme bereits gelöst… ansonsten hätte man wohl kaum Zeit und Geld um ein solches Papier(in) zu erarbeiten…

Armin(in)

Furchtbar dieser Schnee

Dienstag, 26.01.2010, 13:53 | Gesellschaft | Armin

Viele Menschen finden immer einen Grund sich zu beschweren… Häufig bin ich wohl auch einer von der Sorte.
Aber die tollsten Beschwerer finde ich die, die sich im Sommer über die Hitze und im Winter über die Kälte und den Schnee beschweren.
Wenn es im Sommer regnet, ist es ein Sauwetter und wenn die Sonne scheint zu heiss. Im Winter ist es schlimm, wenn man nicht Skifahren kann und doof, wenn es bis ins Tal schneit.
Die Wohnung ist zu schmutzig, putzen zu anstrengend. Die Arbeit ist zu langweilig und wenn jemand fragt ist man total im Stress.
Viele würden gerne auf einer Karibikinsel leben, aber wahrscheinlich wäre es ihnen zu warm, zu Wirbelsturmig oder die medizinische Versorgung wäre zu schlecht…
Dabei geht es uns eigentlich zu gut.
Deshalb möchte ich von allen treuen arminundivo.ch-Lesern, dass sie sich an der Nase nehmen, ihr Leben unter die Lupe nehmen und beim nächsten Mal wenn sie gefragt werden, ehrlich Antwort geben, ob es ihnen “nur” gut oder tatsächlich “zu gut” geht.

Armin (<- Ihm geht es zu gut!)