Archive for March, 2007

Dicke sind nicht unsportlicher als Dünne!

Samstag, 31.03.2007, 9:44 | Armee(r) Armin, Aussergewöhnlich | Armin

Ich habe eine Theorie…
bewiesen wird sie wohl nie…

Aber jetzt fertig gereimt.
Es wird ja allseits angenommen, dass dickere Personen unsportlicher sind als dünne, das mag auf den Statistikresultaten auch stimmen, allerdings wird hier der entscheidende Faktor nicht berücksichtigt:
DIE KLEIDER!

Dicke Menschen tragen grössere Kleider! Ist ja auch logisch, denn sie haben ja auch mehr zu bedecken…
Jetzt kommt es: Grössere Kleider haben auch das grössere Gewicht als die kleineren Kleider, das heisst, dicke Menschen sind einer ständigen Benachteiligung unterlegen, weil sie mehr Kleider über den Parcour oder die 100 Meter Bahn tragen müssen, extrem wird das natürlich in der Armee, wenn man auf einer Übung im Rucksack noch Ersatzkleider und den C-Schutzanzug mittragen muss (der übrigens besonders schwer ist… Ich nehme an, es ist Blei miteingewebt…).
Daraus resultiert der logische Schluss, dass Dicke nicht schwächer sind sondern sogar eine Mehrleistung erbringen müssen!

Und am Schluss ein Zitat: “Ich bin nicht dick!” (Obelix)

Armin

Fertig (Naja, zumindest teilweise…)

Sonntag, 25.03.2007, 22:02 | Armee(r) Armin | Armin

Das war sie, die 10. und letzte Woche der Anwärterschule.
Das war sie, die Beförderung zum Obergefreiten.
Das war sie, die letzte Soldausgabe mit dem kleineren Sold.
Das war sie, eine der anstrengendsten Wochen dieser Anwärterschule…

Der Montag und der Dienstag waren eigentlich normal, am Mittwoch war dann die Übung Condotta, bei der wir nach Altdorf gingen, um dort wieder einmal mit dem Stahldingmiträdern 93 ein wenig herum zu fahren… Ich durfte feststellen, von Altdorf nach Bürglen geht es aufwärts…
An dieser Übung mussten wir gruppenweise diverse Posten absolvieren und es war eigentlich ganz witzig, aber mit dem dauernden Velofahren war es doch ziemlich anstrengend.
Am Abend dann, hatten wir Klassenabend und gingen in das Restaurant der Schwester des Klassenlehrers und assen dort Fondue Chinoise in riesigen Mengen.
Da dieses Restaurant allerdings eine Stunde Fahrt entfernt war und wir ja irgendwie dorthin gelangen wollten, war ich an diesem Abend der Fahrer… Ich war also einer der (sehr) wenigen nüchternen Personen dort und fuhr natürlich die Klasse anschliessend wieder zurück.
Am Tag danach durften wir dann auf den Monte Ceneri fahren (1,5 Stunden Fahrzeit) und dort konnten wir ein drittes Paar Kampfstiefel fassen (interessanterweise war die meist verlangte Grösse nicht zu haben und jetzt darf ich noch ein bisschen auf die Stiefel warten…).
Am Freitag schliesslich wurden wir im Grossen Zollhaus in Ambri zu Obergefreiten befördert… Das heisst, man wartet, bis man aufgerufen wird (“Soldat Schneider!”), geht dann nach vorne, salutiert vor dem Lehrgangsleiter, der hinter einer Schweizerfahne steht (Die Fahne hängt vor seinen Beinen) und nach dem salutieren schüttelt man ihm die Hand (über der Flagge) und er sagt: “Obergefreiter Schneider!”…. Ein sehr erhebendes Gefühl… Na gut, besser als die Beförderung zum Soldaten ist es allemal (Jeder bekam ein Couvert voll mit Abzeichen…).

Jetzt beginnt der (Ausbildungs-)Endspurt… Das heisst, 4 Wochen UOS und danach 1 Woche Urlaub, bevor es dann endlich in den praktischen Dienst, zu einem Zug geht.

Armin

Woche 9 von 10: Es wird gesungen und gelacht!

Sonntag, 18.03.2007, 17:18 | Armee(r) Armin | Armin

Diese Woche war sehr interessant, hauptsächlich wegen der Übung Scuola, in der wir in einem Schulhaus in Attinghausen 5. und 6. Klässler unterrichten durften.
Begonnen hat die Woche mit einem ziemlichen Scheisstag meinerseits, so musste ich zwar erst am Montag einrücken, dies aber nur, weil ich am Montag morgen noch zum Zahnarzt musste, um die Fäden meiner letztwöchigen Weisheitszahnoperation zu ziehen.
Als das dann vorüber war, bin ich mit dem Zug auf Luzern gefahren und von dort aus in Richtung Tessin.
Was ich aber aufgrund von Kopfhörern im Ohr nicht erfahren habe, war, dass der Zug nicht in Airolo hält…
Ich hätte also in Arth-Goldau umsteigen sollen… Dies merkte ich in Ambri-Piotta. Der Zug fuhr nämlich durch bis Bellinzona.
Die ersten Tage waren dann gezeichnet von Vorbereitung für die Übung Scuola.
Montagabend gab es dann im Ausgang ein feines Fondue!

Am Dienstag musste eine unserer beiden Gruppen eine Probelektion halten (Schüler spielte die andere Gruppe.).
Ich war ein Schüler… Es war eigentlich sehr interessant… Es ging um Verbrennungen, Zitat:
“Hesch au scho mal z’warm gha?”
Anderes Zitat:
“Ja eine Verbrennung dritten Grades, da ist Haut so verkohlt und fühlt sich rauh an, so wie… Jeder von euch hat sicher schon einmal ein Krokodil…”
Aber es war auf jeden Fall lustig.
Am Donnerstag war es dann so weit und wir gingen nach Attinghausen.
Wir hatten sehr viel Spass mit den Kindern und waren extrem erstaunt, wie aufnahmefähig sie sind.
Sie begriffen auch schnell, dass wir als Militaristen immer “Hier!” rufen müssen, wenn unser Nachname gerufen wird. Und so merkten sie sich trotz den Vornamenstäfeli auch unsere Nachnamen. Natürlich konnten wir nicht anders, als da mitzuspielen.
In der Mittagspause gab es dann sehr interessante Bilder zu beobachten, so spielten 2-3 Soldaten gegen ca. 1 Dutzend Schüler Fussball und andere Soldaten haben damit angefangen, ein paar jüngere Kinder an den Händen zu halten und um sich herum zu schwingen, womit sie natürlich nicht mehr aufhören durften…
Ausserdem wollten natürlich alle Kinder eine künstliche Wunde, um später ihre Mutter zu schocken.
Leider gingen wir zum Mittagessen nicht in die Pouletburg, aber wir wurden immerhin von unserem Küchenchef mit Reis und Stroganof sowie mit Brotkuchen (angeblich eine Tessinerspezialität, ich glaube aber eher eine angenehme Variante die Resten zu verwerten (aus Brot,Schokolade und Nüssen (oder so ähnlich)) verwöhnt.
Am Nachmittag ging es natürlich noch weiter mit unseren Lektionen und zum Abschluss sprachen 3 Schüler über den Tag: “Besonders gefiel mir, dass wir eine Wunde machen durften!”
Schön, dann hat sich die Vorbereitung ja gelohnt… (Naja, es war nicht das Einzige, was ihr gefiel.)

Zusätzlich durften wir diese Woche jeden Morgen die Nationalhymne singen, das ist sehr wichtig, denn nächste Woche werden wir zu Obergefreiten befördert und da muss gesungen werden, weil es nicht wichtig genug ist, um die Musik spielen zu lassen…

So jetzt, Endspurt Anwärterschule LOS!

Armin

8 von 10

Sonntag, 11.03.2007, 16:55 | Armee(r) Armin | Armin

Eine interessante Woche…
Eine Achillessehne entzündet, ein Weisheitszahn entfernt, eine Wange geschwollen…
Ja, ich sehe zwischendurch aus wie ein Hamster, ich kann meinen Mund nur 1-2 Finger breit öffnen… Aber mir geht es gut!
Die Übung “Triathlon” diese Woche konnte ich leider nicht absolvieren und ansonsten war eigentlich nicht viel los…
Interessanter wird die nächste Woche, wenn wir in Attinghausen (Mmmmh Poulet!) ein paar 5. und 6. Klässler in erster Hilfe unterrichten.

Mal schauen!

Armin

Pünktlich mit 10 minütiger Verspätung

Freitag, 09.03.2007, 21:04 | Allerlei | Armin

Am Bahnhof Luzern gibt es seit nicht allzulanger Zeit, Bildschirme, auf denen im Normalfall steht: “Die Züge verkehren pünktlich.” (Wiedergabe eventuell nicht wörtlich).
Die Idee gefällt mir eigentlich, aber wenn der Zug hinter der Tafel 10 Minuten zu spät abfährt und links und rechts davon noch Züge stehen, die eigentlich auch schon weg sein sollten, wirkt das ein bisschen merkwürdig…