Namen

Sonntag, 22.10.2006, 22:59 | Internet | Armin

Aus irgendwelchen Gründen bin ich wiedereinmal im Internet herumgewandert und habe eine Liste der in Deutschland am häufigsten vergebenen Vornamen des Jahres 2006 gefunden.
Und ich wunderte mich, denn auf dem dritten Platz der Jungenliste ist der Name “Finn” (Eigentlich sollte man sein Kind nur so nennen dürfen, wenn es auch in Finnland geboren wurde), auf Platz elf kommt “Maximilian” (Max hat einen eigenen Rang und so frage ich mich: Wer tut seinem Kind so etwas an?) und auf Platz 19 “Noah” (Hör auf das Badewasser zu teilen!).
Ganz abgesehen davon, darf man anscheinend Namen auch “eindeutschen”, so wird “Tim” manchmal auch mit 2 “m”s geschrieben (sozusagen M&M’s), obwohl die Begründung dafür unklar sein dürfte (Niemand käme auf die Idee “Tim” mit einem langen “i” auszusprechen (Naja niemand würde Stop mit einem langen o sagen und trotzdem scheint es ein zweites p zu brauchen) (an dieser Stelle musste ich zurückschauen, damit ich auch ja wieder alle Klammern schliesse, nicht dass ich am Ende eine übrig habe)).
Ebenfalls blödsinnig ist “Luka” als Form von “Luca”, “Erik” von “Eric” und “Luis” von “Louis” (Wenn man sein Kind schon nach dem Affen aus Dschungelbuch benennen will, sollte man konsequent sein.).

Ausserdem fände ich Funktionsnamen gut (bin gerade wegen Dschungelbuch darauf gekommen), so müsste man ein Kind, welches beim Spielen immer bescheisst eigentlich “Mogli” nennen, ein Pechvogel müsste “Murphy” (Obwohl man das wohl auch “Mörfi” schreiben dürfen sollte) heissen, Deppen werden “Johnny” getauft und gläubige Menschen heissen Theophil. Damit das zu keiner Verwirrung führt, wird konsequent durchnummeriert.

Übrigens, gerade gefundene Auswüchse der deutschen Namensgebung: “Rebecca Wolke” und “Kirsa Fiona”… Ich meine, ja benennen wir doch unser Kind nach dem Wetter, aber ob “Ruedi Regen”, “Hans Hagel” oder “Sonny Sonnenschein” uns dafür dankbar sein werden?
Hingegen finde ich es total in Ordnung, sein Kind nach der Ogerprinzessin Fiona aus Shrek zu benennen, was allerdings Kirsa bedeutet ist fragwürdig. Möglicherweise heisst das einfach “Die im Kirschbaum gezeugte”.
Oder in einer Konversation… “Wo habt ihr eigentlich eure Kinder gezeugt?” – “Yvette im Bett und Kirsa im Corsa.”

Naja was solls, Kindernamen werden für mich erst richtig wichtig sein, wenn ich selber welche vergeben darf.
Männlich – “Judas”
Weiblich – “Gurli”

Armin

PS: 1916 waren “Balthasar”, “Caspar” und “Melchior” noch in den Top 10 und während “Adolf” in den 40ern noch in war (Rang 50) ist er in den 50ern verschwunden…

4 Kommentare:

  1. Ivo hat geschrieben:

    Den interessantesten (=witzigsten) Teil der Website, diese zwei Links zu Artikeln über Brasiliens Namensrecht, hast du vergessen:

    http://www.uni-koeln.de/~arc01/Herr%20Strassenbahn.html

    http://www.dw-world.de/dw/article/0,,925877,00.html

  2. Mörfi / Herbstlaune hat geschrieben:

    Deshalb gibt’s zum Beispiel Pfadinamen und ähnliches. Denn wenn einer sein Kind Mogli taufen würde, wäre Nomen Omen und das Kind/die Person müsste beim Spiel bescheissen.
    Doch so kann man die Namen den Umständen anpassen.
    Sagt Mörfi…

    Herzlich,
    Herbstlaune

  3. P hat geschrieben:

    Da ich im Gegensatz zu dir ein guter Christ bin, weiss ich, dass es MOSES war der das Wasser geteilt hat…
    Ich schlage vor, dass du ein wenig Nachhilfe nimmst und die Bibel liest, damit du auch ein guter Christ wirst wie ich es bin.

    es grüsst

    P(der gut Christ)

  4. Armin hat geschrieben:

    oh ich depp…. aber überaschenderweise, hat es ausser dir niemand gemerkt… du guter Christ…

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