Woche 2 von 4 (UOS) oder Achillessehne reloaded

Montag, 09.04.2007, 15:27 | Armee(r) Armin | Armin

Nachdem ich letzte Woche vergass einen Eintrag zu schreiben, ist jetzt schon die zweite von 4 UOS Wochen vorüber und damit sind die Übungen Paziente und Exodus vorüber.

Die Übung Paziente ist, wie sie heisst. Die Kaderschule empfieng ca. 35 behinderte Menschen aus dem Tessin und wir hatten den Auftrag mit diesen zu essen und sie mit einem im voraus geplanten Programm zu unterhalten, das war einer der interessantesten Tage der Kaderschule. Zitat eines Besuchers: “Chan ich nid hiä schlafä? Nur äi Nacht! Bitte!”

Diese Übung startete eigentlich ganz schön im Kletterpark Bellinzona. Dort konnten wir unter der Führung einiger Geb Spez (Gebirgsspezialisten) mehrere Wände erklettern und stiegen schliesslich zum Höhepunkt auf kleinen Hügel, von dem wir 30 Meter abgeseilt wurden.
Als wir dann alle (heil) unten angekommen waren, wurden wir in Duros auf einen Berg gefahren (halb hoch), wo wir übernachteten.
Die Biwaks mussten an vorgegebenen Stellen aufgebaut werden und das war natürlich auf felsigem Gebiet. Nach mehreren Stunden voll unruhigem Schlaf, packten wir um 0200 morgens unsere Biwaks zusammen, erstellten unsere Packungen und assen unser Frühstück. Um 0300 marschierten wir in 4er-5er Gruppen los, um schliesslich nach 42 Leistungskilometern um 1100 Uhr nach Hause zu kommen. Interessanterweise hatte ich zwar während des Marsches (vor allem während den letzten paar Stunden) ziemliche Schmerzen in der Achillessehne aber nach dem Marsch eigentlich nicht mehr.

Der Rest der Woche war eigentlich ziemlich ereignislos, das heisst, eigentlich gibt es keinen Rest der Woche, auf jedenfall nicht militärisch, denn nach der Übung gab es erstmal Ausgang und am nächsten Tag war nach nach 1.5 Stunden Theorie um 1030 abtreten.

Lustig wird auf jedenfall die nächste Woche, denn am Freitag haben wir Inspektion, dort wurde ich zum Detachementschef für einen kleinen Vortrag mit Filmbeitrag ernannt… Wir müssen eine Konfliktsituation filmisch darstellen und dazu verschiedene Lösungsvorschläge ausarbeiten… sicher nicht einfach, aber lustig.

Armin

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