Eine andere Welt

Freitag, 22.08.2008, 21:25 | Sprache, Urlaub | Armin

Kurz nachdem wir über die Grenze nach Österreich gefahren waren, fiel mir ein Schild auf. (Nein kein Deppenschild, ein Verkehrsschild)
Es wurde uns ein Parkhaus angekündigt, welches “Frei” heisst. Vielleicht doch ein Deppenschild? Vielleicht möchten die Österreicher, dass wir mit den Witzen über sie aufhören und versuchen so die Deppen auszusortieren.
Nach dem gleichen System scheinen die Autobahntunnelbeleuchtungen gestaltet zu sein, auf der rechten Seite des Tunnels sind auf dem Trottoir/Randstein/Bürgersteig rote(!) Leds installiert, während auf der linken Seite weisse Leds leuchten.
Kurz fahren wir auf einer rot markierten Spur, während der Gegenverkehr auf einer weissen fährt und das, obwohl rot die internationale Ampelfarbe für Halt ist. Lustigerweise entsteht dadurch (und dank der leichten Kurve, die der Tunnel macht) aus grösserer Entfernung der Eindruck, dass sich im Tunnel der Verkehr staut, aber da wir ja keine Schildträger sind…
Als nächstes bitte ein Gewässer namens Schmutzigersee.
Es ist mir jetzt also klar, woher die Österreicherwitze kommen, es gibt ja nur 3 davon, die anderen sind wahr.

Einer meiner ersten Eindrücke von Österreich betraf die Sprache. Obwohl die Österreicher behaupten Deutsch zu sprechen, kann man sie, wenn sie losplappern, kaum verstehen. Zusätzlich scheinen sie die Vokale diskriminieren zu wollen. Während unsere Sprache (und auch Hochdeutsch) für einen gesund klingenden Abtausch zwischen Vokalen und Konsonanten sorgt, gibt es im Österreichischen solch wohlklingende Ortsnamen wie Ischgl oder Imst. Als Ausgleich dazu gibt es aber plötzlich Orte wie Dalaas (vielleicht wollte der Gründer auch eigentlich Dallas schreiben (Schild abzuholen bei mir)).
Die Österreicher haben also ein völlig anderes Verständnis von angenehm auszusprechenden und anzuhörenden Worten. Das können wir ihnen natürlich nicht übel nehmen, aber mit ihnen sprechen müssen wir ja nicht.

Kommentar schreiben